Für einen aktuellen Matratzen-Ratgeber von Everyday Health wurden wir erneut um unsere fachliche Einschätzung gebeten.
Everyday Health gehört zu den bekannten digitalen Gesundheitsplattformen in den USA und erreicht jeden Monat mehrere Millionen Leserinnen und Leser. Die Plattform beschäftigt sich mit Themen rund um Gesundheit, Medizin, Prävention und einen gesunden Lebensstil und arbeitet dafür regelmäßig mit Fachleuten aus unterschiedlichen Gesundheitsbereichen zusammen.
Im Mittelpunkt des aktuellen Artikels standen diesmal weniger einzelne Produkte als vielmehr grundlegende Fragen zur Matratzenwahl: Welche Konstruktionen schlafen sich tendenziell kühler? Was sollte man bei Memory Foam beachten? Für wen können Hybridmatratzen interessant sein? Und wie stark beeinflusst die eigene Schlafposition eigentlich die Wahl der Matratze?
Für uns sind genau solche Fragen spannend, weil es bei einer guten Matratze selten um eine einzelne Eigenschaft geht. Schlafklima, Unterstützung, Druckentlastung, Bewegungsverhalten und persönliches Liegegefühl greifen immer ineinander.
Kühl schlafen beginnt nicht erst beim Bezug
Wer nachts schnell warm wird, schaut bei Matratzen oft zuerst auf Begriffe wie „Cooling“, Gel oder spezielle Bezugsstoffe.
Das kann sinnvoll sein, aber entscheidend ist häufig schon der grundsätzliche Aufbau der Matratze.
Federkernsysteme bieten durch ihre offene Konstruktion vergleichsweise viel Raum für Luftzirkulation. Wärme kann dadurch leichter innerhalb der Matratze abgegeben werden. Bei Schaummatratzen hängt das Schlafklima stärker davon ab, wie offenporig und luftdurchlässig das Material aufgebaut ist.
Auch der Bezug sollte nicht unterschätzt werden. Atmungsaktive und feuchtigkeitsregulierende Materialien können dabei helfen, Feuchtigkeit vom Körper wegzuleiten und das Schlafgefühl angenehmer zu halten.
Genau deshalb betrachten wir auch bei unseren eigenen Matratzen nie nur den Härtegrad. Material, Aufbau und Schlafklima müssen immer zusammen gedacht werden.
Memory Foam: Druckentlastung mit einem möglichen Haken
Memory Foam beziehungsweise viscoelastischer Schaum ist vor allem für seine starke Anpassungsfähigkeit bekannt.
Das Material reagiert auf Druck und Wärme, passt sich an die Körperkonturen an und kann dadurch Druckspitzen reduzieren. Gerade Menschen, die ein weicheres, umhüllendes Liegegefühl mögen, empfinden das häufig als sehr angenehm.
Gleichzeitig kann genau diese dichte Materialstruktur aber dazu führen, dass sich Wärme stärker staut.
Deshalb haben wir gegenüber Everyday Health darauf hingewiesen, dass bei Memory Foam nicht nur die Druckentlastung betrachtet werden sollte. Wichtig ist auch, ob die Matratze ausreichend Stabilität bietet und wie gut das Material Wärme wieder abgeben kann. Gel-infundierte oder luftdurchlässiger aufgebaute Schäume können dabei Vorteile haben.
Warum Hybridmatratzen interessant sein können
Hybridmatratzen kombinieren meist Schaumschichten mit einem Federkern.
Damit treffen zwei Eigenschaften aufeinander, die für viele Menschen interessant sind: Die obere Schicht kann für Druckentlastung und Komfort sorgen, während der Federkern Stabilität, Reaktionsfreude und Luftzirkulation unterstützt.
In unserer Einschätzung für Everyday Health haben wir deshalb besonders zwei Gruppen genannt: Menschen, die sich nachts viel bewegen, und Menschen, die eher warm schlafen.
Ein Federkern reagiert in der Regel schneller auf Bewegungen als sehr langsam rückstellende Schäume. Gleichzeitig bleibt im Inneren mehr Raum für Luftbewegung.
Das bedeutet aber nicht automatisch, dass eine Hybridmatratze für jeden die beste Wahl ist.
Entscheidend bleibt immer das Zusammenspiel aus Körperbau, Schlafposition, Gewicht und persönlichem Liegegefühl.
Die Schlafposition spielt eine Rolle, aber nicht allein
Auch die bevorzugte Schlafposition war Teil des Artikels.
Seitenschläfer benötigen häufig mehr Nachgiebigkeit im Bereich von Schulter und Becken. Beide Bereiche sollten ausreichend einsinken können, damit unnötiger Druck vermieden wird.
Rücken- und Bauchschläfer profitieren dagegen oft von etwas mehr Stabilität, damit der Körper insbesondere im Bereich der Körpermitte nicht zu tief absinkt.
Trotzdem wäre es zu einfach, Matratzen nur nach Schlafposition zu empfehlen.
Ein leichter Seitenschläfer stellt völlig andere Anforderungen an eine Matratze als ein schwerer Seitenschläfer. Dazu kommen Schulterbreite, Beckenform, Bewegungsverhalten und die persönliche Wahrnehmung von weich und fest.
Deshalb bleibt Probeliegen für uns einer der wichtigsten Schritte bei der Matratzenwahl.
Genau diese Fragen beschäftigen uns jeden Tag
Was uns an der Anfrage von Everyday Health besonders freut: Die Themen im Artikel sind genau die Themen, mit denen wir uns auch in unserer täglichen Beratung und Produktentwicklung beschäftigen.
Nicht: Welche Matratze hat die meisten Features?
Sondern: Welche Konstruktion passt zu welcher Person und warum?
Deshalb entwickeln wir bei Feder & Kern bewusst unterschiedliche Matratzentypen und setzen nicht auf eine einzige Bauart als vermeintliche Lösung für alle. Wer herausfinden möchte, was zur eigenen Schlafposition und zum persönlichen Liegegefühl passt, kann unsere Modelle online ansehen oder in unserem Showroom in Köln ausprobieren.
Dass unsere Einschätzung dabei inzwischen auch von einer internationalen Gesundheitsplattform wie Everyday Health aufgegriffen wird, freut uns natürlich sehr.
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Den gesamten Ratgeber mit unseren Einschätzungen zu Matratzen, Schlafpositionen und Schlafklima findet ihr direkt bei Everyday Health.
Zum Artikel bei Everyday Health →





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