Familienbett

Familienbett

Als Eltern kennt ihr das bestimmt: Euer Kind hat schlecht geträumt oder kann nicht schlafen und steht dann bei euch im Türrahmen. In der Nacht wird um Platz gerungen und am Morgen liegt ihr zu dritt quer auf einer Matratze, die eigentlich für zwei gedacht war. Und ihr fragt euch: Wo bekommen wir ein größeres Bett her?

Die Antwort ist ein Familienbett. In einem Familienbett könnt ihr alle zusammen schlafen, das nächtliche Aufstehen wird weniger und ihr habt einfach mehr Platz. Ob es wirklich funktioniert, entscheidet sich aber an zwei Stellen: bei der Sicherheit für die Kleinsten und bei der Matratze. Genau darum geht es hier.

Was ein Familienbett ist

Ein Familienbett ist ein großes Bett, in dem Eltern und Kinder gemeinsam schlafen. In der Breite geht ein Familienbett deutlich über das klassische Doppelbett hinaus, üblich sind 240, 270 oder 300 cm.

Das unterscheidet es vom Beistellbett. Ein Beistellbett ist ein kleines Babybett mit einer offenen Seite, das direkt an das Elternbett gestellt wird. Das Kind hat dort seine eigene, abgegrenzte Liegefläche, liegt aber in Reichweite. Beim Familienbett dagegen teilen sich alle eine durchgehende Fläche. Das ist der zentrale Unterschied, und er hat Folgen für die Frage nach der richtigen Matratze.

Familienbett kaufen oder zwei Betten zusammenschieben?

Es gibt zwei Wege zum Familienbett, und beide haben ihre Berechtigung.

Der erste Weg ist das gekaufte XXL-Bett. Du bekommst einen durchgehenden Rahmen in der gewünschten Breite, oft modular aufgebaut, sodass er sich später teilen oder umbauen lässt. Der Vorteil ist eine saubere, durchgehende Liegefläche ohne Übergänge.

Der zweite Weg ist pragmatischer: zwei vorhandene Betten zusammenschieben. Das ist flexibel, günstig und jederzeit wieder rückgängig zu machen. Der Haken liegt im Spalt, der zwischen den Matratzen entsteht, und in unterschiedlichen Höhen, wenn die Betten nicht baugleich sind.

Für wen eignet sich ein Familienbett

Ein Familienbett ist keine Entscheidung für oder gegen guten Schlaf. Es ist eine Abwägung, und die fällt je nach Familie unterschiedlich aus. Es lohnt sich, ehrlich auf beide Seiten zu schauen.

Dafür spricht

Nähe zum Kind
Mehr Platz für ruhigen Schlaf
Kind muss nicht in einem anderen Bett liegen
Weniger Aufstehen und Aufwecken nachts

Wo die Grenzen liegen

Mehr Platzbedarf im Schlafzimmer
Weniger Privatsphäre für die Eltern
Möglicher Einfluss auf den Elternschlaf, vor allem wenn euer Kind unruhig liegt

Am Ende ist es eine Abwägungssache aus den oben genannten Punkten. Unruhiger Schlaf von euch als Eltern ist real und sollte nicht kleingeredet werden. Verschärft wird er dann oft, wenn ihr noch weniger Platz habt und eure Kids zwischen euch liegen. Dann ist es wichtig, dass ihr alle Platz habt, in Ruhe schlafen könnt (so gut wie es geht), die Matratzen für euch passend sind und die Kleinen sicher liegen.

Sicherheit im Familienbett: Was beim Babyschlaf wirklich zählt

Bei diesem Thema werden wir bewusst vorsichtig, weil es um die Kleinsten geht. Wichtig vorweg, ohne Beschönigung: Im ersten Lebensjahr empfehlen Fachgesellschaften, dass ein Baby im Schlafzimmer der Eltern schläft, aber auf einer eigenen, festen Schlaffläche. Dies gilt als sicherer als das gemeinsame Schlafen in einem Bett. Ein Beistellbett ist in dieser Phase oft die passendere Wahl als das klassische Familienbett (Moon, R. Y. et al. (2022). Sleep-Related Infant Deaths: Updated 2022 Recommendations, Pediatrics).

Das senkt nicht die Relevanz des Familienbetts, es verschiebt nur den Zeitpunkt. Für Kleinkinder, die ihr erstes Jahr hinter sich haben, sieht die Lage entspannter aus.

Die wichtigsten Sicherheitsregeln

Feste, ebene Liegefläche. Keine durchhängende oder zu weiche Matratze.
Kein Spalt, in den ein Kind rutschen kann. Übergänge zwischen Matratzen sauber schließen.
Kein Überhitzen. Lieber dünner zudecken und auf die Raumtemperatur achten.
Kind möglichst auf dem Rücken schlafen lassen.
Keine schweren Decken, dicken Kissen oder losen Textilien in Babynähe.
Rausfallschutz an den offenen Seiten, vor allem bei niedrigen Betten.

Warum eine ebene Liegefläche entscheidend ist

Wenn du dir die Sicherheitshinweise anschaust, fällt eines auf: Fast alle hängen an der Liegefläche selbst. Eine weiche, durchhängende oder gespaltene Matratze ist das eigentliche Risiko, nicht das Familienbett an sich. Auf einer festen, ebenen Fläche ohne Spalt liegt ein Kind stabil, ohne in eine Mulde oder einen Zwischenraum zu rutschen.

Damit ist die Matratze nicht nur eine Frage des Komforts. Sie ist im Familienbett ein Stück Sicherheit.

Welche Größe braucht ein Familienbett?

Die richtige Größe hängt davon ab, wie viele Personen mitschlafen und wie viel Bewegungsfreiheit ihr euch wünscht. Als grobe Orientierung kannst du dich an der Personenzahl entlanghangeln, danach an der reinen Liegebreite.

Größe Platz für Geeignet für
240 x 200 cm Zwei Erwachsene + 1 (Klein-)Kind Erste Familienbett-Größe, wenn der Platz begrenzt ist
270 x 200 cm Zwei Erwachsene + 1-2 Kinder Der angenehme Standard für die meisten Familien
300 x 200 cm und mehr Zwei Erwachsene + 1-2 Kinder Wenn ihr mehr Platz habt und braucht

Bei Erwachsenen über 190 cm Körpergröße lohnt sich statt 200 cm eine Länge von 210 oder 220 cm, damit die Füße nicht überhängen.

Praktisch ergibt sich die nötige Breite oft einfach aus den Matratzen, die ihr kombiniert. Drei 90er ergeben 270 cm, eine 100er und eine 140er kommen auf 240 cm. Diese Rechenlogik ist hilfreicher als jede Pauschalempfehlung, weil sie von dem ausgeht, was tatsächlich auf dem Lattenrost liegt. Oft bestimmen die verfügbaren Rahmen auch die Größe der Matratzen.

Wo es Familienbetten gibt

Wir von Feder & Kern verkaufen nur Familienmatratzen, nicht die Familienbettgestelle. Wer ein hochwertiges Familienbett sucht, wird zum Beispiel bei unserem Kooperationspartner Müller Small Living fündig, dort heißt das Modell NAIT Familienbett. Das ist ein modulares, niedriges Bett, das sich später wieder teilen lässt.

Die spannendere Frage für deinen Schlaf folgt aber erst danach. Welche Matratze gehört in dieses Bett.

Die richtige Matratze fürs Familienbett

Hier entscheidet sich, ob ein Familienbett bequem und sicher ist. Drei Probleme tauchen immer wieder auf, und für jedes gibt es eine saubere Lösung.

Das Problem der Besucherritze, und wie du sie löst

Sobald zwei Matratzen nebeneinander liegen, entsteht ein Spalt. Dieser Spalt ist nicht nur unbequem, weil immer jemand genau dort landet, er ist bei Babys auch ein Sicherheitsrisiko. Das Ziel ist deshalb eine durchgehende Liegefläche ohne Übergang.

Das Prinzip der Lösung

Mehrere Matratzenkerne in einem durchgehenden Bezug, sodass kein Spalt entsteht. Am besten ein Kern pro Person.

Wichtig fürs Verständnis der Größen

Eine Doppelbettmatratze oder auch Partnermatratze deckt Breiten bis 200 cm ab und löst die Ritze für schmale Setups, etwa zwei Einzelmatratzen bis 200 cm oder die Elternseite eines Familienbetts.

Echte Familienbett-Breiten

Ein echtes Familienbett ist breiter (240, 270 oder 300 cm). Dafür braucht es eine Familienbettmatratze in genau dieser Breite oder eine Lösung nach Maß.

Das Prinzip, um eine Ritze zu vermeiden, haben wir im Detail erklärt, wenn du tiefer einsteigen willst: Besucherritze vermeiden.

Gleiche Höhe, gleicher Übergang

Selbst ohne Spalt bleibt ein zweites Problem, wenn zwei Matratzen unterschiedlich hoch sind. Dann entsteht eine nervige Kante in der Mitte, und das Liegen wird ungleichmäßig. Wer über die Naht rollt, merkt den Versatz sofort.

Die Lösung ist simpel im Prinzip und wichtig in der Umsetzung: gleiche Matratzenhöhe wählen oder einfach die gleichen Matratzenkerne nebeneinander.

Welcher Härtegrad im Familienbett?

Hier liegt ein möglicher Konflikt. Ein Baby oder Kleinkind braucht eine feste, ebene Fläche. Ein Erwachsener braucht den Härtegrad, der zu seinem Körper passt, und das ist selten der gleiche wie beim Partner, geschweige denn beim Kind. Wobei für die Kinder ein Härtegrad 2 fest genug ist.

Härtegrade sind nicht genormt und von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Wir verfolgen zudem den Ansatz, dass für jede erwachsene Person im Bett der passende Härtegrad gefunden werden sollte. So kann man durch mehrere Kerne in einem Bezug eine durchgehende Liegefläche bekommen, die für jeden die richtige Stützkraft bietet. Das Kind liegt fest und stabil, die Eltern jeweils so, wie es ihre Körper brauchen. Kein Kompromiss, bei dem am Ende niemand richtig gut liegt. Welche Stützkraft zu dir passt, kannst du hier nachvollziehen: welche Matratze zu dir passt.

Sondergrößen und Maßanfertigung

Nicht jedes Familienbett hat ein glattes Maß. Manche Rahmen sind breiter als 200 cm, manche haben ein krummes Zwischenmaß, das keine Standardmatratze abdeckt. In diesen Fällen ist eine Matratze nach Maß die saubere Lösung, weil die Liegefläche exakt zum Bett passt und keine Lücken oder Überstände entstehen.

Für Sonder- und Übergrößen ist die Beratung der richtige erste Schritt, damit die Maße vorab stimmen und nichts auf gut Glück bestellt wird.

So findest du die passende Kombination

Am Ende läuft alles auf eine Rechnung hinaus: welche Matratzenbreiten ergeben zusammen die Bettbreite, die ihr braucht, und welcher Härtegrad gehört zu welcher Person.

Ein paar Beispiele machen das greifbar. Eine 90er für das Kind plus eine 140er für einen Elternteil ergibt 230 cm. Eine 90er plus eine 180er kommt auf 270 cm und reicht für zwei Erwachsene und ein bis zwei Kinder. Aus diesen Bausteinen lässt sich fast jede Familienbett-Breite zusammensetzen, ohne dass jemand auf den passenden Härtegrad verzichten muss.

Familienbett-Rechner: schnell die passende Breite finden

Probier es direkt aus. Lege bis zu drei Matratzenkerne nebeneinander, stelle pro Kern die Breite ein und sieh, welche Gesamtbreite herauskommt und worauf das hinausläuft.

Familienbett-Rechner

Stelle pro Kern die Breite ein. Maximal drei Kerne nebeneinander, höchstens 300 cm Gesamtbreite.

270 cm 90 + 90 + 90 = 270 cm
Maßstab bis 300 cm Liegebreite
270 cm Liegefläche

Der Rechner ist eine Orientierung, keine feste Regel. Die endgültige Breite hängt vom Bettrahmen ab, der Härtegrad pro Person von Körper und Liegeposition.

Wenn du unsicher bist, welche Kombination für euch aufgeht, musst du das nicht allein durchrechnen.

Unsicher, welche Matratzen zueinander passen?

Unser Matratzenberater gibt dir in wenigen Minuten eine erste Empfehlung. Oder du rufst uns an und wir gehen die Maße gemeinsam durch. Kein Verkaufsdruck, einfach klare Antworten.

Fazit

Ein Familienbett kann die ganze Familie näher zusammenbringen, wenn zwei Dinge stimmen. Es braucht einen sicheren, ebenen Schlafplatz, gerade in den ersten Jahren. Und es braucht Matratzen, die zueinander und zu jedem Körper passen, ohne Spalt, auf gleicher Höhe und im jeweils richtigen Härtegrad.

Das Bett ist dabei die halbe Miete. Die Matratze ist die andere. Wer beides ehrlich plant, schläft als Familie nicht schlechter, sondern besser. Wenn du dir die Maße in Ruhe anschauen willst, sind wir auch im Showroom in Köln für dich da.

Häufige Fragen zum Familienbett

Ab wann ist ein Familienbett sinnvoll?

Ein Familienbett kann ab dem Kleinkindalter eine gute Lösung sein, wenn das Kind ohnehin Nähe sucht. Bei Babys im ersten Lebensjahr empfehlen Fachgesellschaften eher einen eigenen, festen Schlafplatz im Elternzimmer (Room-Sharing). Entscheidend ist immer ein sicherer, ebener Schlafplatz.

Ist ein Familienbett für ein Baby sicher?

Mit den richtigen Voraussetzungen ja: eine feste, ebene Liegefläche ohne Spalt, kein Überhitzen, keine schweren Decken in Babynähe, ein Rausfallschutz. Eltern sollten sich vorab mit den allgemeinen Empfehlungen zum sicheren Babyschlaf vertraut machen.

Welche Größe braucht ein Familienbett?

Für zwei Erwachsene und ein Kleinkind reichen oft 240 cm Breite, für ein bis zwei Kinder sind 270 cm angenehmer, ab drei Kindern oder mehr Bewegungsfreiheit eher 300 cm. Die nötige Breite ergibt sich aus der Personenzahl und dem gewünschten Freiraum.

Familienbett kaufen oder zwei Betten zusammenschieben?

Beides funktioniert. Ein gekauftes XXL-Bett bietet eine durchgehende Fläche, zusammengeschobene Betten sind flexibler und später wieder trennbar. In beiden Fällen ist die Matratzenlösung der Punkt, der über den Komfort entscheidet.

Wie verhindere ich den Spalt zwischen zwei Matratzen?

Am saubersten über zwei Kerne in einem durchgehenden Bezug, alternativ über einen Ritzenfüller oder eine durchgehende XXL-Matratze. Wichtig ist außerdem, dass beide Matratzen gleich hoch sind, damit kein Übergang entsteht.

Welcher Härtegrad passt in ein Familienbett?

Es gibt nicht den einen Härtegrad für alle. Babys brauchen eine feste, ebene Fläche, Erwachsene den zu ihrem Körper passenden Härtegrad. Über getrennte Kerne lässt sich beides verbinden, ohne dass jemand Kompromisse macht.

Welche Matratze eignet sich für ein Familienbett?

Eine Matratze mit stabiler, ebener Stützkraft und passendem Härtegrad pro Person, idealerweise als durchgehende Liegefläche ohne Spalt. Für echte Familienbett-Breiten (240, 270 oder 300 cm) ist das eine Familienbettmatratze in genau dieser Breite. Bei schmaleren Setups bis 200 cm löst eine Partnermatratze die Besucherritze. Für krumme Maße gibt es Lösungen nach Maß.

Wie lange schläft ein Kind im Familienbett?

Das ist sehr individuell. Viele Familien nutzen das Familienbett über mehrere Jahre und stellen es um, wenn das Kind von selbst mehr Eigenständigkeit sucht. Ein modulares Bett, das sich später teilen lässt, hält beide Optionen offen.

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